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29 / Corpus der Stempelsiegel-Amulette aus Palästina/Israel
Keel, Othmar
Von den Anfängen bis zur Perserzeit
Katalog Band II: Von Bahan bis Tel Eton
2010 XIV-650 S.
Fr. 177.-
ISBN 978-3-7278-1655-0
Othmar Keel
Corpus der Stempelsiegel-Amulette aus Palästina/Israel
Von
den Anfängen bis zur Perserzeit
Katalog Band II: Von Bahan bis Tel Eton
Mit Beiträgen von Daphna Ben-Tor, Baruch Brandl und Robert Wenning
Reihe:
Orbis Biblicus et Orientalis, Series Archaeologica (OBO SA), Band 29
Der erste Katalogband des "Corpus
der Stempelsiegel-Amulette aus Palästina/Israel" (1997) wurde von vielen
Rezensenten enthusiastisch aufgenommen. Band I hat 2139 Objekte von 22
Fundorten (Orte, die mit A beginnen) publiziert. Der vorliegende Band
veröffentlicht 1224 Stempelsiegel von 45 Fundorten (Orte B-E). Die zehn
ergiebigsten sind Bet-Schean (255), Bet-Schemesch (228), Der el-Balah
(140), Bet-Mirsim (105), Ekron (74), Wadi ed-Dalije (70), Dor (61), Dan
(41), Dotan (41) und En-Samije (34). Während im Band I mehrheitlich mittelbronzezeitliches,
ikonographisch oft wenig ergiebiges, Material anfiel, dominiert im Band
II das spätbronze- und eisenzeitliche. Bei den materialreichsten Orten
Bet-Schean und Bet-Schemesch machen die mittelbronzezeitliche Stücke gerade
mal 20% aus. 80% sind spätbronze- oder eisenzeitlich oder noch später.
Der el-Balah und Dotan lieferten fast ausschließlich spätbronzezeitliches,
Wadi ed-Dalije perserzeitliches Material. Aber nicht nur zeitlich, sondern
auch geographisch steht das Fundmaterial von Band II dem biblischen Raum
näher als das von Band I, das hauptsächlich von der Küste stammte. Orte
wie Beërscheba, Bet-El, Bet-Schean, Bet-Schemesch, Bet-Zur, Dan, Dor,
Ekron und En-Gedi sind aus biblischen Schriften bestens bekannt. Nebst
der Palästina- bzw. Israel-Archäologie, der Historiographie der südlichen
Levante und der Ägyptologie liefert dieser Band auch der Bibelwissenschaft
unersetzliches Quellenmaterial. Dieses wird wie schon in Band I durch
Fotos und Zeichnungen und eine detaillierte Beschreibung dokumentiert.
Systematischer als im Band I werden Parallelen aufgeführt und jedes Stücke
so chronologisch und kulturgeschichtlich kontextualisiert.
Othmar Keel (*1937)
studierte Bibelwissenschaft, Theologie, Religionsgeschichte, altorientalische
und frühchristliche Ikonographie und Archäologie in Zürich, Fribourg,
Rom, Jerusalem, Chicago und auf ausgedehnten Studienreisen im Nahen Osten.
Von 1967 bis 2002 dohzierte er Altes Testament und biblische Umwelt am
Departement für Biblische Studien der Universität Fribourg, wo er mit
der Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der
wissenschaftlichen Forschung einen Forschungsschwerpunkt «Stempelsiegel
der südlichen Levante» aufbaute. Er hat – teilweise in Zusammenarbeit
mit Max Küchler, Silvia Schroer, Thomas Staubli, Christoph Uehlinger und
anderen WissenschaftlerInnen – rund 40 Bücher und 160 Aufsätze zur biblischen
Exegese und Theologie, zur biblischen Landeskunde und zur altorientalischen
Ikonographie und Archäologie veröffentlicht.
(Koedition
mit Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen)
XIV-650 Seiten, gebunden,
Fr. 177.-
ISBN 978-3-7278-1655-0